Alternative 1: Das Balkonkraftwerk (Plug & Play)
Oft die schnellste und zugänglichste Lösung. Bevor ein Modul an Balkonbrüstung oder Fassade montiert wird, prüfen Sie schriftliche Zustimmung, Befestigung, zulässige AC-Leistung und Meldung beim lokalen Netzbetreiber. Budget, Produktion und Amortisation hängen stark von Ausrichtung, Kit und Eigenverbrauch ab.
Alternative 2: Lokale Energiegemeinschaft (ZEV/KEV/CEB)
Wenn Sie in einem Mehrfamilienhaus oder einer Eigentümergemeinschaft wohnen, in der Solarmodule installiert wurden (oder werden könnten), können Sie an einem Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (ZEV) oder einer Kleinen Energiegemeinschaft teilnehmen. Konkret: Die Solarproduktion des gemeinsamen Dachs wird zuerst von allen Teilnehmern lokal verbraucht, bevor der Überschuss ins Netz eingespeist wird. Jeder Teilnehmer kauft seinen Strom zu einem internen Tarif, der unter dem Netzpreis liegt. Das ist die rentabelste Lösung auf Gebäudeebene: Mieter profitieren von Solarenergie, ohne etwas für die Installation zu zahlen.
Alternative 3: Anteile an einer Solargenossenschaft kaufen
Dutzende Solargenossenschaften existieren in der Schweiz (Solarcoop, Solargenossenschaft, Energie Avancée usw.). Sie kaufen Anteile (in der Regel CHF 200–1 000 pro Anteil) an einer Gemeinschaftsanlage und erhalten einen jährlichen Ertrag proportional zur Produktion. Erwartete Rendite: 1–3% pro Jahr. Keine optimale finanzielle Rendite, aber eine ethisch sinnvolle Möglichkeit, an der Verbreitung von Solarenergie in der Schweiz teilzunehmen – auch ganz ohne Dach. Einige Genossenschaften ermöglichen es auch, Ihren Verbrauch direkt auf Ihrer Stromrechnung gutzuschreiben.
Alternative 4: Solar-Carport oder Gartenüberdachung
Wenn Sie kein Dach haben, aber über Aussenraum verfügen – Garten, Hof, überdachten Parkplatz – ist ein Solar-Carport eine ausgezeichnete Lösung. Eine Carport-Struktur mit 6 kWp Solarmodulen produziert genauso wie eine Standard-Dachinstallation (5 500–7 000 kWh/Jahr). Großer Vorteil: Ausrichtung und Neigung lassen sich frei optimieren, unabhängig von der Dachform. Kosten: CHF 18 000–30 000 alles inklusive (Struktur + Module + Installation). Ideal für Häuser mit einem flachen oder nordseitig ausgerichteten Dach.
Alternative 5: Fassadenphotovoltaik und Geländerinstallation
Fassadenmodule (BIPV – Building-Integrated Photovoltaics) sind direkt in die Gebäudehülle integriert: Wände, Glasfassaden, Geländer. Die Produktion ist geringer als auf dem Dach (vertikale Neigung = 20–30% Ertragsminderung gegenüber 30° Südausrichtung), aber sie nutzen eine sonst ungenutzte Fläche. Die Kosten sind durch die architektonische Integration höher als bei klassischer Dachinstallation. Einige Schweizer Projekte profitieren von BIPV-spezifischen Fördermitteln im Rahmen energetischer Sanierungen. Besonders geeignet für Fassaden mit Südost- oder Südwestausrichtung.
