Das Paradox der saisonalen Speicherung
Ein Heimspeicher verschiebt Tagesüberschuss in den Abend oder die Nacht. Kapazität und Verluste machen ihn zu einem Kurzzeitspeicher, nicht zu einem saisonalen Speicher. Der Winterertrag hängt von Dach und Wetter ab; eine grosse Batterie erzeugt keine fehlende Energie.
Schritt 1: Berechnen Sie Ihren nächtlichen Verbrauch
Erfassen Sie den Verbrauch pro Stunde, statt Autarkie von März bis Oktober zu versprechen. Beispiel: 6 000 kWh Jahresverbrauch mit 40% Abend- und Nachtanteil ergeben 2 400 kWh/Jahr, also rund 6.5 kWh pro Tag im Jahresmittel. 7 kWh nutzbare Kapazität können ein Ausgangspunkt für die Prüfung sein, mit Verlusten, Reserve und saisonalen Unterschieden.
Schritt 2: Produktionsüberschuss prüfen
Messen Sie den tatsächlich eingespeisten Überschuss mit Zähler oder Monitoring. Liefert ein Tag nur 3 kWh Überschuss, wird ein 10-kWh-Speicher damit allein nicht voll. Simulieren Sie Ladung und Entladung über das Jahr, um nutzbare Zyklen und Einsparungen zu bestimmen.
Die schnelle Regel: 1:1-Verhältnis und seine Anpassung
Ein erster Anhaltspunkt von 0.8 bis 1 kWh pro kWp ergibt etwa 8 bis 10 kWh für 10 kWp Module. Passen Sie die Kapazität an das Stundenprofil an. 1.5 kWh/kWp oder 0.5 kWh/kWp sind keine universellen Grenzen: Vertrag, Nutzung und Ladequelle können das Ergebnis verändern.
Die Alternative: Speicherung in anderen Formen
Vergleichen Sie vor einem Speicherausbau die Steuerung des Warmwasserspeichers und das Laden des Elektroautos während der Solarproduktion. Wärmespeicherung hängt von Volumen und erlaubten Temperaturen ab; beachten Sie die Systemvorgaben. Die Fahrzeugbatterie dient dem Fahren und versorgt das Haus nur mit ausdrücklich kompatiblem Fahrzeug und entsprechender Installation.
