Tanken mit der Sonne: Das Prinzip
Das Aufladen der Batterie Ihres Elektroautos (EV) kostet beim Laden zu Hause zum Netztarif traditionell zwischen 5 und 10 CHF pro 100 km (ca. 25 bis 30 ct/kWh im Jahr 2026). Bei Solarmodulen sinken diese Kosten nahezu auf 0 (bzw. auf die Opportunitätskosten der Einspeisevergütung, oft 6 bis 10 Cent/kWh).
„Smart Charging“ ermöglicht die Aktivierung Ihres Terminals nur, wenn auf dem Dach Ihres Hauses in der Schweiz überschüssiger Solarstrom vorhanden ist. Dies ist eine der profitabelsten Möglichkeiten, Ihre Eigenverbrauchsquote zu steigern.
Wie funktioniert es technisch?
Im Mittelpunkt Ihrer Elektroinstallation (in der Tabelle) steht a intelligenter Energiezähler (Smart Meter) überwacht physische Flüsse. Wenn festgestellt wird, dass Ihre Paneele 6 kW erzeugen, Ihr Ofen und das Haus jedoch nur 2 kW verbrauchen, bleiben 4 kW frei.
Anstatt diese 4 kW für 8 Cent an Ihren Netzmanager (Romande Energie, SIG, BKW usw.) zu verkaufen, weist der Manager (der Wechselrichter oder EMS) an, dass Ihre Ladestation genau bei 4 kW aktiviert wird. Das Auto „trinkt“ den Überschuss. Wenn eine Wolke vorbeizieht und die Leistung auf 2 kW sinkt, reduziert das Terminal sofort die an das Auto gesendete Leistung. Der Prozess ist zu 100 % automatisiert und priorisiert das Zuhause.
Intelligente Lademodi
Die meisten modernen Ökosysteme (wie FusionSolar von Huawei oder die SolarManager-Anwendung) bieten Ihnen drei Modi auf Ihrem Smartphone:
- Reiner Solarmodus (Grün): Das Auto lädt nicht QUE wenn es einen Solarüberschuss gibt. Wenn es stark regnet, lädt das Auto nicht (oder wartet auf mindestens 1,4 kW Überschuss, die technische Ladeschwelle für Autos).
- Solar- und Netzmodus (Mix): Maximale Wagenlast (11 kW oder 22 kW). Der Terminal nutzt das gesamte verfügbare Sonnenlicht und „füllt“ die Lücke mit kostenpflichtigem Strom aus dem kantonalen Netz.
- Schnellmodus (Boost): Bei einer dringenden Abfahrt übernimmt das Netz 100 % mit maximaler Geschwindigkeit.
Die Winterwetterfalle
Der „Wake-up“-Standard für eine typische einphasige elektrische Last beträgt etwa 1,4 kW (6 Ampere). Im Winter und bei starkem Nebel (typisch für das Schweizer Mittelland) produziert Ihr 10-kW-Dach möglicherweise nur 800 Watt. Der „Pure Solar Mode“ wird daher niemals mit dem Laden beginnen können. In diesem Fall müssen Sie einer Nachtladung zum Off-Peak-Tarif zustimmen oder einen „Mix“-Modus aktivieren, der die fehlenden 600 W aus dem Netz bezieht, um den Vorgang freizugeben.
Rentabilität und Dimensionierung
Ein durchschnittliches Elektroauto verbraucht 16 bis 18 kWh/100 km. Für jemanden, der 15.000 km pro Jahr zurücklegt (Schweizer Durchschnitt), entspricht das einem jährlichen Stromverbrauch von mehr als 2.500 kWh – also dem gesamten Haushaltsverbrauch einer Wohnung ohne Heizung!
Daher ist es sehr oft gerechtfertigt, im Voraus 5 oder 6 zusätzliche Solarmodule zu einem Angebot hinzuzufügen (sofern auf dem Dach noch Platz vorhanden ist), wenn in den nächsten 3 Jahren die Anschaffung eines Elektrofahrzeugs (oder zweier) geplant ist. Der Grenzpreis der zusätzlichen Panels (zusätzliches kWp) ist sehr niedrig (ca. 500 bis 800 CHF pro kWp) und sie werden eines Tages vollständig vom Terminal in Ihrer Garage geschluckt.
