Viel Dachflaeche allein macht noch kein gutes Projekt
Scheunen, Stallungen und Hallen bieten oft einfache, grosse und wenig verschattete Dachflächen. Das ist ein klarer Vorteil. Gute Projekte entstehen aber erst, wenn diese Fläche zum realen Bedarf des Betriebs und zum Anschluss ans Netz passt.
Die folgende Methode hilft, typische Fehlplanungen zu vermeiden.
Die Methode in 5 Schritten
Energiebedarf des Betriebs präzise erfassen
Melkanlage, Lüftung, Kühlung, Pumpen, Werkstatt oder Wohnteil: Landwirtschaftliche Lastprofile sind oft sehr individuell. Genau deshalb muss der echte Strombedarf am Anfang stehen.
Dachzustand und Tragstruktur zuerst prüfen
Ein grosses Dach ist wirtschaftlich nur dann interessant, wenn Eindeckung, Tragwerk, Zugang und Sicherheitskonzept zum Projekt passen. Die bauliche Prüfung kommt vor der Modulplanung.
Das richtige Verwertungsmodell wählen
Manche Projekte leben vom Eigenverbrauch im Betrieb, andere stärker von der Dachverwertung mit Einspeisung. Die richtige Entscheidung hängt von Lastprofil, Netz und Projektgrösse ab.
Mit Blick auf Netz und spätere Entwicklung dimensionieren
Ein Betrieb verändert sich: neue Maschinen, Elektrifizierung von Prozessen oder zusätzliche Gebäude. Ein gutes Projekt muss diese Entwicklung berücksichtigen, ohne das Netz aus dem Blick zu verlieren.
Wirtschaftlichkeit und Bauablauf mit dem Betrieb abstimmen
Erntefenster, Stallbetrieb, Budgetrhythmus und Zugang zum Gebäude bestimmen den richtigen Zeitpunkt. Rentabel ist nur ein Projekt, das auch organisatorisch in den Betrieb passt.
