Schritt 1: Den eigenen Verbrauch analysieren
Sammeln Sie zwölf Monate Stromrechnungen und, soweit verfügbar, Verbrauchsdaten nach Zeitintervallen vom Versorger. Vergleichen Sie saisonale Unterschiede mit Heizung, Warmwasser, Kochen und Fahrzeugladung. Ein Steckdosenmessgerät eignet sich für kompatible Geräte. Messgeräte, die Arbeiten im Elektroverteiler erfordern, muss eine berechtigte Fachperson installieren; ein Gesamtzähler erkennt nicht automatisch jedes einzelne Gerät.
Schritt 2: Standby-Verbrauch eliminieren
Messen Sie die Standby-Leistung, bevor Sie eine Einsparung ansetzen. Schalten Sie geeignete Geräte bei Nichtgebrauch ab und beachten Sie dabei Sicherheitssysteme, notwendige Netzwerkdienste und Herstellervorgaben. Ein Rechenbeispiel: Eine vermiedene Dauerlast von 10 W spart 0,010 × 24 × 365 = 87,6 kWh pro Jahr. Multiplizieren Sie diese Energie mit dem tatsächlich vermiedenen Strompreis und ziehen Sie allfällige Gerätekosten ab.
Schritt 3: Vollständig auf LED-Beleuchtung umsteigen
Vergleichen Sie Lichtstrom, Farbwiedergabe und tatsächliche Betriebsstunden vor dem Lampentausch. Ein Rechenbeispiel: Zwanzig 60-W-Lampen werden durch 8-W-LEDs ersetzt und jeweils vier Stunden täglich genutzt. Die Einsparung beträgt 20 × (60 − 8) × 4 × 365 / 1 000 = 1 518,4 kWh pro Jahr. Multiplizieren Sie diesen Wert mit dem tatsächlich vermiedenen Strompreis. Das Beispiel beschreibt keinen Durchschnittshaushalt; Anschaffung und Amortisation hängen von Anzahl, Nutzung und Kaufpreis der Lampen ab.
Schritt 4: Grossverbraucher im Niedertarif betreiben
Prüfen Sie, ob Ihr Tarif zeitabhängig ist, und verwenden Sie die Zeiten aus dem aktuellen Tarifblatt Ihres Versorgers. Die Einsparung ergibt sich aus der verschobenen Energiemenge und dem geltenden Preisunterschied. Werden beispielsweise 400 kWh pro Jahr in eine um CHF 0.06/kWh günstigere Zeit verschoben, spart dies CHF 24 pro Jahr. Das ist ein Rechenbeispiel und kein Schweizer Durchschnittstarif. Beachten Sie Lärm, Gerätesicherheit und den möglichen Vorteil von Solarstromverbrauch am Tag.
Schritt 5: Heizung und Warmwasser optimieren
Passen Sie die Heizung an den Bedarf des Gebäudes an und vergleichen Sie den gemessenen Verbrauch. Senken Sie die Warmwassertemperatur nicht allein zum Stromsparen: Das BAG empfiehlt 60°C am Boilerausgang und 55°C im Leitungssystem, um die Vermehrung von Legionellen zu begrenzen. Lassen Sie Anlage, Hygiene, Verbrühungsschutz und Herstellervorgaben von einer qualifizierten Fachperson beurteilen. Ein Sollwert allein garantiert keine Legionellenfreiheit. Änderungen an elektrischer Verdrahtung und Steuerung gehören in die Hände einer berechtigten Fachperson.
Schritt 6: Geräte regelmäßig warten
Beachten Sie die Wartungsvorgaben des Herstellers: Kühlschrankdichtungen prüfen, Lüftungsöffnungen freihalten und Heizung oder Warmwasseranlage bei Bedarf warten lassen. Vergleichen Sie den gemessenen Verbrauch vor und nach der Wartung unter ähnlichen Bedingungen. Eine undichte Dichtung oder Kalkablagerung verursacht nicht bei jedem Gerät denselben Mehrverbrauch.
Schritt 7: Eigenen Strom mit einer Photovoltaikanlage produzieren
Ermitteln Sie nutzbare Dachfläche, Verschattung und Produktion zusammen mit dem stündlichen Verbrauch. Solarstrom verringert den Netzbezug nur, wenn er vor Ort direkt oder nach Speicherung genutzt wird; eingespeiste Überschüsse werden separat vergütet. Vergleichen Sie Varianten mit und ohne Speicher einschliesslich Verlusten, Wartung, Ersatzkosten, bestätigten Förderbeiträgen und geltender Steuerbehandlung. Eine bestimmte Anlagengrösse garantiert weder einen Autarkiegrad noch eine Amortisationsdauer.
