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KMU & Speicher Oktober 2026 5 Min. Lesezeit

Peak Shaving für Schweizer KMU: Tarif, Lastprofil und Speicher prüfen

Redaktionelle Verantwortung: Franck Tournier · Korrektur melden

TL;DR

Ein Speicher kann den Netzbezug während bestimmter Lastspitzen reduzieren. Die Einsparung hängt vom verrechneten Tarif, der Dauer der Spitzen, der verfügbaren Energie und der Systemleistung ab. Beginnen Sie mit Lastprofil und vollständiger Rechnung; nicht jede Spitze verschwindet automatisch.

1. Den tatsächlich verrechneten Tarif prüfen

Trennen Sie Energie in kWh, verrechnete Leistung in kW, Netznutzung, Messung und Abgaben. Lassen Sie Messintervall, Abrechnungsperiode und Mindestbeträge vom Verteilnetzbetreiber erklären. Regeln können je nach Produkt unterschiedlich sein. Eine reduzierte Spitze spart nur dann Geld, wenn sie die verrechnete Grundlage senkt.

2. Leistung und Energie getrennt dimensionieren

Analysieren Sie einen repräsentativen Zeitraum mit Jahreszeiten, Maschinenstarts und Fahrzeugladung. Die Wechselrichterleistung begrenzt die momentane Unterstützung; nutzbare Kapazität und Ladezustand begrenzen deren Dauer. Simulieren Sie aufeinanderfolgende Spitzen und einen teilweise geladenen Speicher. Software garantiert keine jederzeit ausreichende Reserve.

Rechenbeispiel mit angenommenem Tarif

Angenommen, die verrechnete Leistung sinkt von 450 kW auf 250 kW und der hypothetische Tarif beträgt CHF 12/kW pro Monat. Die Differenz von 200 kW ergibt CHF 2 400 monatlich oder CHF 28 800 bei zwölf identischen Monaten. Für 200 kW über dreissig Minuten werden am Ausgang 100 kWh benötigt, bevor Verluste und Reserven berücksichtigt sind. Dies ist weder ein allgemeiner Schweizer Tarif noch eine garantierte Jahresersparnis.

3. Kosten und konkurrierende Nutzung einbeziehen

Rechnen Sie mit Anlage, Anschluss, Schutz, Software, Abonnements, Wartung, Verlusten, Finanzierung und Ersatz. Solarstrom zum Laden hat einen Alternativwert: Er könnte andere Verbraucher versorgen oder verkauft werden. Backup und Tarifarbitrage können die Reserve für Lastspitzen verbrauchen. Erlöse eines Aggregators hängen von Zulassung, Vertrag und Markt ab; zählen Sie dieselbe nicht verfügbare Kapazität nicht mehrfach.

4. Standort und Abnahme vorbereiten

Lassen Sie Tragfähigkeit, Zugang, Lüftung, Lärm, Brandschutz und elektrische Auslegung prüfen. Mietende Unternehmen müssen Zustimmung des Vermieters und erforderliche Bewilligungen klären; ein demontierbarer Speicher ersetzt diese Prüfung nicht. Verlangen Sie Modellgarantien, Wartungsverantwortung und Abnahmetests zur Kontrolle der Simulation.

Quellen für Ihre Planung

Häufige Fragen

Kappt eine leere Batterie weiterhin Spitzen?+

Die Unterstützung ist durch verfügbare Energie und Systemgrenzen beschränkt. Simulieren Sie diesen Fall; ein Softwarebefehl erzeugt keine fehlende Energie.

Garantiert der Speicher unterbrechungsfreien Notstrom?+

Nein. Lassen Sie Umschaltung, Stromkreise, Leistung und Maschinenverträglichkeit prüfen. Lastspitzenkappung allein belegt keine geeignete Notstromfunktion.

Bedeutet LFP kein Brandrisiko?+

Behandeln Sie eine Zellchemie nicht als Garantie für Nullrisiko. Die zuständigen Fachleute müssen Planung, Installation, Betrieb und Brandschutz prüfen.

Quellen & Methode

CKW- und Groupe-E-Referenzen am 7. Oktober 2026 geprüft. Ersetzen Sie das Rechenbeispiel durch Ihren Tarif und Ihre Messdaten.

Inhalt nur zu Informationszwecken. Preise, Förderungen, Fristen, Bewilligungen und Wirtschaftlichkeitsannahmen müssen mit Behörden, Netzbetreibern, Installateuren und Vertragsunterlagen für Ihren konkreten Fall geprüft werden.

Einzelne Seiten können zusätzlich Kontaktaufrufe, Hervorhebungen von Plattformleistungen oder andere kommerzielle Hinweise des Betreibers enthalten.

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