1. IWB-Rechnung: variable und feste Kosten unterscheiden
Unterscheiden Sie Energie, Netznutzung, Abgaben, Messung und Mehrwertsteuer. Ein Teil der Kosten hängt von den bezogenen kWh ab; feste Entgelte bleiben auch bei weniger Netzbezug bestehen. IWB weist die Messung 2026 separat aus. Weniger Netzverbrauch kann deshalb auch variable Netznutzungskosten reduzieren. Ein fixer Anteil von 40% an jeder Haushaltsrechnung lässt sich daraus nicht ableiten.
2. Tarifzeiten und sicheren Boilerbetrieb zusammen prüfen
Prüfen Sie auf Ihrer IWB-Rechnung und im aktuellen Tarifblatt, ob zeitabhängige Preise gelten und wann. Eine Verschiebung der Warmwasserbereitung spart nur, wenn Tarif, Wärmeverluste und Bedarf dafür sprechen. Lassen Sie die Betriebszeiten von einer Fachperson einstellen, ohne Hygiene und Komfort zu beeinträchtigen. Das BAG empfiehlt 60°C am Boilerausgang und 55°C im Leitungssystem. Elektrische Zeitschalter und Verdrahtungsänderungen sind Arbeiten für eine berechtigte Fachperson; es gibt hier keine pauschale Preis- oder Amortisationsgarantie.
3. Sanierung mit GEAK und Förderbedingungen planen
Ein GEAK bewertet Gebäudehülle, Gesamtenergieeffizienz und direkte CO₂-Emissionen. Ein GEAK Plus ergänzt Sanierungsvarianten und Kostenabschätzungen. Prüfen Sie mit einer Fachperson, ob zuerst Dach oder Gebäudehülle saniert werden sollten und welche Nachweise das konkrete Förderprogramm verlangt. Stellen Sie erforderliche Fördergesuche rechtzeitig; weder ein GEAK noch eine Solaranlage gewährt automatisch einen Beitrag.
4. Solarhilfen in Basel: erst offiziell prüfen, dann budgetieren
Prüfen Sie Pronovo und allfällige Programme von Basel-Stadt oder IWB anhand der aktuellen Bedingungen. Förderart, Gesuchszeitpunkt, Projektgrösse und vorhandenes Budget sind getrennt zu klären. Die Offerte sollte erwartete Beiträge als Annahmen kennzeichnen und bestätigte Beträge davon unterscheiden. Steuerfolgen sind separat für Ihre Situation zu prüfen; eine Offerte ist keine Förderzusage.
5. Passende Energieberatung anfragen
Erkundigen Sie sich bei IWB oder der kantonalen Energieberatung nach dem passenden Beratungsangebot, seinem Umfang und möglichen Kosten. Bereiten Sie Rechnungen, Verbrauchsdaten und Angaben zu Heizung, Warmwasser und Dach vor. Eine Beratung kann helfen, Massnahmen zu priorisieren; sie ersetzt keine Prüfung der Anlage und garantiert keinen bestimmten jährlichen Sparbetrag.
6. Balkonkraftwerk: Eignung und Meldung prüfen
Für ein Balkonkraftwerk in Basel sollten Sie zuerst das aktuelle IWB-Formular, die zulässige AC-Leistung und die Zustimmung der Vermietung oder STWEG prüfen. Produktion, Einsparung und Amortisation hängen von Ausrichtung, Verschattung, Eigenverbrauch und dem gültigen Tarif ab.
7. Gemeinschaftlichen Eigenverbrauch im Mehrfamilienhaus prüfen
Klären Sie mit der Verwaltung, welche Dachflächen verfügbar sind und wie Strom im Mehrfamilienhaus gemessen und verteilt werden könnte. Für ZEV und vZEV sind unterschiedliche Voraussetzungen zu prüfen. Vergleichen Sie Eigenverbrauch, gesetzlich zulässige interne Preise, Netzbezug, Messung und Abrechnung. Ein Flachdach allein garantiert weder technische Eignung noch einen bestimmten Nutzen für jeden Haushalt.
