So wählen Sie einen Solarinstallateur
Klären Sie vor der Unterschrift, welche Firmen Dach, Elektroarbeiten, Netzanschluss und Pronovo übernehmen. Vergleichen Sie nötige Bewilligungen, Referenzen und den schriftlichen Leistungsumfang.
Eine klare Offerte ordnet jede Aufgabe einem Verantwortlichen zu. Firmenalter oder Verbandslogo allein beweisen keine Fachkompetenz. Prüfen Sie mit Ihrem Vorhaben vergleichbare Referenzprojekte und verlangen Sie Kontakte für Baustelle und Service.
Bewilligungen und Nachweise prüfen
Elektroarbeiten: Prüfen Sie die Firma mit ESTI-Bewilligung nach NIV und den erlaubten Arbeitsumfang. Eine Mitgliedschaft bei suissetec oder einem anderen Fachverband ersetzt diese Bewilligung nicht. Fragen Sie auch, wer Sicherheitsnachweis und Kontrollunterlagen übergibt.
Pronovo betrifft Anlage und Fördergesuch, nicht ein pauschales Installateurzertifikat. Klären Sie Vorbereitung, Zugriff, Unterlagen und Fristen. Bei kleinen Anlagen mit KLEIV wird das Gesuch nach Realisierung eingereicht; andere Fördermodelle haben eigene Verfahren.
Swissolar führt ein Solarprofi-Verzeichnis. Prüfen Sie den beworbenen Status dort und die zum Projekt passenden Referenzen. Mitgliedschaft oder Label garantieren weder einen bestimmten Ertrag noch Mängelfreiheit. Bei anderen Zertifikaten sind Aussteller, Kriterien, Umfang und Gültigkeit zu klären.
Ausführungsqualität: Verlangen Sie Datenblätter, Elektroschema, Auslegungsnachweise, vorgesehene Kontrollen und Abnahmeprotokoll. Halten Sie Dichtigkeit, Befestigung, Schutz und die bei Abschluss übergebenen Unterlagen fest.
Sieben Fragen vor der Unterschrift
1. Wer führt Elektroarbeiten aus und mit welcher Bewilligung?
Lassen Sie Bewilligungsinhaber, Umfang und Verantwortung in der Offerte bestätigen.
2. Welche vergleichbaren Projekte haben Sie umgesetzt?
Prüfen Sie Erfahrung, Dachkonfiguration und Referenzen statt nur die Anzahl Firmenjahre.
3. Kann ich aktuelle Referenzen prüfen?
Verlangen Sie dokumentierte Beispiele und Kundenkontakte mit deren Zustimmung.
4. Wer arbeitet auf dem Dach: eigene Teams oder Subunternehmen?
Halten Sie jede Firma, Rolle, Versicherung und verantwortliche Kontaktperson fest.
5. Welche Garantien und Rechte gelten für die Montage?
Klären Sie insbesondere Zuständigkeit bei Befestigungs- oder Dichtigkeitsmängeln und Interventionskosten.
6. Wer bereitet das Pronovo-Gesuch vor und wann?
Der Zeitplan hängt vom Fördermodell ab; das KLEIV-Gesuch folgt der Realisierung.
7. Wie prüfen Sie Abweichungen zwischen Simulation und Produktion?
Verlangen Sie Wetterannahmen, Monitoring, Toleranzen und Diagnoseverfahren.
Punkte, die Sie in einer Offerte prüfen sollten
Gültigkeit und Verkaufsdruck: Eine sehr kurze Frist braucht eine Begründung. Eine schnelle Antwort ist kein Mangel; künstliche Eile darf Besichtigung, Dachprüfung oder einen angemessenen Angebotsvergleich nicht ersetzen.
Angekündigter Ertrag: Verlangen Sie eine Simulation mit Ausrichtung, Neigung, Verschattung, Wetterdaten, Verlusten und Quellen. Eine hohe Zahl ohne dokumentierte Annahmen beweist keine Qualität. Vergleichen Sie auch ein vorsichtiges Szenario und den Wert selbst verbrauchter und eingespeister kWh.
Service: Klären Sie Monitoring, Abonnemente, Diagnose, Anfahrt, Ersatzteile und Interventionsfristen. Ein Wartungsvertrag ist nicht automatisch für jede Anlage notwendig. Eine versprochene Frist gehört mit Bedingungen und Ausschlüssen in die Offerte; eine allgemeine 72-Stunden-Garantie gibt es nicht.
Preis und Garantien: Trennen Sie Module, Wechselrichter, Unterkonstruktion, Kabel, Montage, Gerüst, Verfahren und Anschluss. Unterscheiden Sie Produktgarantie, Leistungsgarantie, Firmenzusagen und Mängelrechte. Die Modulgarantiedauer hängt von Modell und Hersteller ab.
